g7 grundsteinsieben

Verein zur Förderung unabhängiger Kunst- und Kulturschaffender Menschen

…das g7 entstand infolge eines Autostopps auf einer Fahrt nach Wien im Jahr 2008, seitdem durchquert es als gemeinsames Atelier, Werkstatt, Freiraum und transdisziplinärer Ausstellungsort eine nur schwer zu überblickende Menge an Kunstschaffenden aus unterschiedlichsten Richtungen in fast jeder nur erdenklichen wie unerdenklichen Weise…

…es ist ein vielstimmiges, vielfältiges und vielgestaltiges Etwas – mehr Schiff denn Haus, mehr Strom denn Erde, „mehr unterseeisch als unterirdisch“ (Benjamin) – “der jegliches Anhalten ausschließende Transit selbst” (Kristeva), offen und inklusiv, multifunktional und multiplikatorisch, relational und prozessual, fragmentarisch und unabschließbar…

…als solches ist es eigentlich nicht, sondern wird immerzu – experimentelle Praktiken und Suchbewegungen, die Kunst und Wissenschaft zusammendenken und in neuartigen Ausstellungs- und Performancekonstellationen und Veranstaltungsformaten ineinandergleiten lassen, um die Potentiale künstlerischer und sozialer und damit auch politischer Erfahrung als Frage nach anderen Wahrnehmungs- und Empfindungsweisen in neuen Handlungsfeldern und laboratorischen Situationen auszutesten…

…hieran schließen sich unweigerlich Fragen nach uns trennenden wie vereinenden Prinzipien, wie und wovon wir denn (über)leben können und wollen, nach alternativen Lebens-, Arbeits- und Bildungsmodellen ebenso wie nach transversalen Vernetzungsweisen und Kooperationsstrategien…

…”lebendige leeren” laden jeden Donnerstag zu anregendem Austausch und schöpferischen Aktivitäten ein und verwandeln dabei das g7 in eine Vielzahl von Schauplätzen unvorhersehbarer Begegnungen und “Melodien des Geschehens” (Musil). Sie beschäftigen sich mit Subsistenz, Unabhängigkeit und Solidaritätsformen, mit Leerstellen des Nicht-Formatierten, Nicht-Gerasterten und Nicht-Getakteten und versuchen immer wieder kreativkapitalistischen Fangnetzen und unzähligen andren Fallen zu entgehen. Zugleich werfen sie sprung- und splitterhafte Schlaglichter auf neue Produktions- und Publikationsmöglichkeiten sowie auf die Fähigkeiten des Überdauerns kleiner anderer Orte (vgl. Foucault). Sie schieben Zeit und Raum beiseite und verdichten Dazwischen, Daneben und Woanders, Nähe und Nachbarschaft – über welche Distanzen hinweg auch immer – zu neuen Kartographien und Gefügen des Zusammenwirkens (vgl. Deleuze). Der Leere fehlt es übrigens an nichts – außer an Kohle…

http://www.grundsteinsieben.at

https://www.facebook.com/grundsteinsieben/