Gastwirtschaft : Annäherungen

Performative Klanginstallation

Was bedeutet es, an einem Ort angekommen zu sein, aber keinen geeigneten Platz finden zu können? Auch mehr als 50 Jahre nach Beginn des Anwerbeabkommens zwischen Österreich und dem ehemaligen Jugoslawien ziehen sich
Berichte von alltäglicher und struktureller Diskriminierung wie ein roter Faden durch die Lebensgeschichten von Wiener*innen mit ex-jugoslawischen Wurzeln. Das Künstler*innenkollektiv tangent. COLLABORATIONS traf sie an
Tresen, in Hinterzimmern und auf der Straße. Die dort geführten Gespräche bilden den Ausgangspunkt für eine performative Klanginstallation, in der ein sich transformierendes Setting den „auf Dauer gestellten Ausnahmezustand“ erfahrbar macht. Das Publikum taucht ein in einen absurden Kosmos zwischen Beisl und Maschinendeck, Fließband und Traumwelt, während sich die Stimmen immer mehr aus ihrer „erstarrten Bewegung“ befreien.

Performance: Aleksandra Corovic / Regie: Kathrin Herm / Elektronische Komposition: Alexander Bauer / Ausstattung: Mirjam Stängl / Lichtarchitektur: Conny Zenk