Kitchen Stories

Kulturelle und künstlerische Produktionen zu Ernährung, Sorgearbeit und Gemeinschaft

Kitchen Stories ist eine künstlerische Zusammenarbeit von Caro Quiran und Peter Haselmayer. Das Projekt ist ein multisensorisches Happening, das sieben verschiedene künstlerische Beiträge im Atelier und Showroom von Sofi Utikal und Walter Ego in der Kalvarienberggasse 19, 1170 Wien zeigen. Es wurde in der Küche der Ateliers konzipiert und gekocht. Kitchen Stories präsentiert Arbeiten von Imayna Caceres, Ebow, Diego Eraso, Muzaffer Hazaltay und Sofi Utikal, die aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen stammen und in verschiedenen künstlerischen Feldern arbeiten. Es wird performative Interventionen, Vorträge / Lesungen, Installationen und visuelle Produktionen geben, die in engem Zusammenhang mit Essen und der Art und Weise stehen, wie wir uns erhalten. Die nicht-zeitlichen Arbeiten werden bis zum 4. Mai 2018 in den Schaufenstern des Ateliers gezeigt.

Bevor wir jemals unsere Augen für diese Welt öffneten, hatten wir eine Menge Erinnerungen und sensorische Annäherungen daran. Bevor wir denken, fühlen wir. Und unsere Gefühle hängen mit dem Geruch der Orte zusammen, in denen wir lebten, dem Geruch unserer Küchen und unserer Lieblingsgerichte. Unsere Tage geschehen zwischen unseren Bedürfnissen zu essen. Da wir uns oft wieder mit diesen grundlegenden Ernährungsgewohnheiten konfrontiert sehen, möchten wir diese Einladung aussprechen, um gemeinsam an die vielen Arten zu erinnern, wie Nahrung uns mit uns selbst und anderen verbindet.

Essen ist alles und Essen ist überall. Wir brauchen täglich Nahrung, um uns zu erhalten. Wenn wir uns eine bessere Zukunft vorstellen wollen, hilft es uns, wenn wir damit beginnen uns wieder darauf besinnen, wie wir uns versorgen wollen. Der Fokus von Kitchen Stories liegt darauf, wie wir das Wissen oder besser gesagt die Weisheit für solidarisches wirtschaften durch gegenseitiges Ernähren geerbt haben.

bell hooks hat einmal gesagt, dass jede Revolution in der Küche begann. Unsere Omas wussten das auch. Früher diskutierten und imaginierten, teilten und wünschten sich Frauen eine bessere Zukunft. Sie planten Revolutionen und hatten auch gegenseitige Resilienz. Die Küche ist immer noch das potenzielle Quartier, um den Teig für soziale Veränderungen zu kneten. Die Küche ist Ausgangspunkt und Endpunkt, um unsere Verbindung, unseren Verstand und unser Schicksal in einer besseren Zukunft zu stärken. Es ist ein Ort der gemeinsamen Träume.